Carlos Sainz würde Teamkollege Leclerc "natürlich" im WM-Kampf unterstützen – Motorsport-Total.com

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15.02.2024 08:08
(Motorsport-Total.com) – Dass die bevorstehende Formel-1-Saison 2024 für Carlos Sainz die letzte als Ferrari-Pilot wird, das steht seit der spektakulären Wechselbekanntgabe von Lewis Hamilton fest. Für sein viertes und letztes Jahr in Maranello hat der junge Sainz noch einige Ziele. Und sollte Teamkollege Charles Leclerc im WM-Kampf auf Unterstützung durch ihn angewiesen sein, dass ist der Spanier bereit, diese Unterstützung zu leisten.
© Ferrari
Carlos Sainz und Charles Leclerc sind noch eine Saison lang Teamkollegen Zoom
“Natürlich”, antwortete Sainz am Dienstag anlässlich der Präsentation des Ferrari SF-24 auf entsprechende Nachfrage, ob er Leclerc helfen werde, wenn ihn das Team darum bittet. “Ich bin seit jeher ein Teamplayer und werde auch immer einer bleiben”, so der Sohn von Rallye-Legende Carlos Sainz.
Bevor er zur Saison 2021 zu Ferrari gekommen ist, war der junge Sainz in seiner seit 2015 laufenden Formel-1-Karriere für Toro Rosso, Renault und McLaren am Start. “In jedem Team, für das ich in der Formel 1 gefahren bin, war ich ein großartiger Teamplayer. Ich war in dieser Hinsicht immer ein Beispiel dafür, wie es sein sollte. Und ja, ich werde Charles definitiv helfen, wenn ich muss”, sagt er.
“Gleichzeitig”, so Sainz weiter, “erwarte ich, dass Charles mir hilft, wenn ich selber um den WM-Titel kämpfen sollte”. Welcher der beiden Ferrari-Piloten, oder ob überhaupt einer der beiden, in der Saison 2024 um den Titel fahren wird, das wird sich zeigen müssen. Teamchef Frederic Vasseur jedenfalls will von einem Übergangsjahr nichts wissen.
Sainz selbst hat in seinen bisher drei Saisons als Ferrari-Pilot schon einige Ziele erreicht. So fuhr er in seinem fünften Rennen für die Scuderia (Monaco 2021) auf das Podium. In Silverstone 2022 sind ihm an einem Wochenende sowohl seine erste Pole als auch sein erster Sieg als Ferrari-Pilot gelungen. Und im vergangenen Jahr in Singapur schaffte Sainz das Kunststück, als einziger Fahrer im Feld die 2023er-Siegesserie von Red Bull zu unterbrechen.
Auf Nachfrage, welches seine schönste Erinnerung bei Ferrari ist, antwortet Sainz aber als erstes nicht mit einem seiner Erfolge: “Ich habe richtig richtig gute Erinnerungen in diesem Team. Beginnen würde ich damit, wie ich zum ersten Mal einen Ferrari fuhr. Meine erste Runde überhaupt in einem Ferrari in Fiorano, das war einer der emotionalsten Momente meiner Karriere.”
© Ferrari
Carlos Sainz' letzter Formel-1-Ferrari, der SF-24 für die Saison 2024 Zoom
Erst danach zählt Sainz auf: “Mein erstes Podium mit Ferrari, meine erste Pole mit Ferrari, mein erster Sieg mit Ferrari und natürlich der Singapur-Sieg. Und was noch hinzukommt ist, dass ich viele großartige Momente mit den Menschen in diesem Team erlebt habe. Ich nehme wirklich jede Menge schöne Momente mit guten Freunden, mit großartigen Ingenieuren, Mechanikern und Leuten auf unterschiedlichen Ebenen des Managements mit.”
Wenn Sainz von “mitnehmen” spricht, so ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen, wo es für ihn nach Abschluss der Saison 2024 hingehen wird. Für welches Team auch immer er 2025 fahren wird, eines steht für den Spanier, der im September 30 Jahre alt wird, schon jetzt fest.
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“Das 'Leben in Rot' kennengelernt zu haben, indem ich als Ferrari-Fahrer um die Welt gereist bin, also zu all den Rennstrecken und zu jeder Menge unterschiedlicher Events, das hat mich als Fahrer weitergebracht. Und es hat mich auch weitergebracht, wenn es darum geht, wie ich mich gegenüber den Medien, gegenüber den Tifosi, einfach gegenüber allen verhalte”, sagt er.
“Die Arbeitsumgebung und die Atmosphäre sind einfach ganz anders als in jedem anderen Team”, betont Sainz, der genau das bezogen auf den Grand-Prix-Sport direkt mit Toro Rosso, Renault und McLaren vergleichen kann. “Ich habe meine Zeit bei Ferrari wirklich sehr genossen”, sagt er mit Nachdruck und klingt dabei schon ein wenig nach Abschied.
Eine ganze Rennsaison im “Leben in Rot” hat Sainz aber noch vor sich. Und für die nimmt er sich noch etwas vor: “Ich finde, ich habe hier schon viele gute Dinge getan und erreicht. Meine wichtigsten und besten Ergebnisse, die habe ich bei Ferrari eingefahren. Und ich hoffe, dass in dem einen Jahr, das hier noch vor mir liegt, noch weitere schöne Momente dazukommen werden. Ich kann es kaum erwarten, sie zu gestalten.”
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