Am Scheideweg angekommen: Warum der 2024er-Mercedes funktionieren muss – Motorsport-Total.com

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01.01.2024 13:43
(Motorsport-Total.com) – Für Mercedes und Lewis Hamilton war 2023 eine Saison zum Vergessen. Zwar schlug man Ferrari in einem engen Kampf um Platz zwei in der Konstrukteursweltmeisterschaft, einen Rennsieg durfte die erfolgsverwöhnte Kombination aber nicht feiern.
© Motorsport Images
Lewis Hamilton: Seit zwei Jahren sieglos Zoom
Damit die Durststrecke 2024 endet, hat Mercedes bereits ein neues Fahrzeugkonzept angekündigt und auch Lewis Hamilton tut alles, um sicherzustellen, dass der Mercedes für 2024 ein Erfolg wird: “Ich bin jetzt deutlich häufiger in der Fabrik, habe Meetings mit sämtlichen Abteilungsleitern und versuche, sie alle zu motivieren und aufzumuntern.”
“Wie man sich vorstellen kann, sind alle nach dieser Saison enttäuscht und demoralisiert. Also spreche ich mit ihnen, zeige ihnen auf, wo wir uns verbessern und in welche Richtung wir gehen müssen. Ich versuche einfach, ihnen zu helfen, positiv zu sein und zu sagen, wir schaffen das. Ich habe mir auch die anderen Fahrzeuge genau angesehen und viele Fragen gestellt, einfach nur um Ideen anzuregen.”
“Letztendlich muss ich sie aber auch ihren Job machen lassen. Zu Saisonbeginn hatten wir keinen Polarstern, an dem wir uns in der Entwicklung orientieren konnten. Wir sind eher im Zig-Zag gerannt, um herauszufinden, in welche Richtung die Reise gehen soll.”
“Dabei sind wir ab und zu auf etwas Positives gestoßen und haben gedacht: ‘Das ist es!' Aber dann schlägt es auch ganz schnell wieder in die andere Richtung, was aber auch normal ist. Die Zielsetzung verändert sich immer.”
Laut Hamilton muss Mercedes die Winterpause so gut wie möglich nutzen, um die Lücke zur Spitze zu schließen und auch James Allison, Technischer Direktor bei Mercedes, nimmt sein Team in die Pflicht, es besser zu machen: “Es ist eine neue Saison und wir müssen sicherstellen, gut aus den Startblöcken zu kommen.”
“Das Auto wird komplett neu sein und es ist doppelt wichtig, dass das Fahrzeug für 2024 gut wird. Die neuen Regeln 2026 werfen so langsam ihre Schatten auf uns und wir müssen das dazugehörige Auto bereits 2025 bauen. Das Auto von 2025 wird dementsprechend eng mit dem Auto von 2024 verwandt sein. Wir müssen uns also darauf konzentrieren, ein Auto zu entwickeln, das in beiden Weltmeisterschaften bis 2026 konkurrenzfähig zu sein kann.”
Um das zu erreichen, hat Mercedes laut Allison die Fahrer auch verstärkt zuhause in der Fabrik in die Fahrzeugentwicklung mit eingebunden: “Natürlich sind die Fahrer für dich an den Rennwochenenden am wertvollsten, einfach weil man dort am meisten Zeit miteinander verbringt. Allerdings ist es eine sehr schwierige Umgebung, um miteinander zu arbeiten, denn man steht unter dem ständigen Druck es gut machen zu müssen.”
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“Zuhause in der Fabrik kann man die Dinge ruhiger und objektiver angehen und das hat sich als extrem wertvoll herausgestellt. Dadurch viel es uns leichter, die Probleme und möglichen Potenziale am Fahrzeug zu identifizieren und sicherzustellen, dass alles so funktioniert, wie wir uns das vorstellen.”
Mit dem neuen Fahrzeug wird sich Mercedes vom Size-Zero-Konzept der Seitenkästen verabschieden. Dieses innovative aber letztendlich erfolglose Design entstand unter der Verantwortung von Mike Eliott, mit dem Allison vor der Saison 2023 teamintern die Rollen getauscht hat.
Auf die Frage, ob dies die richtige Entscheidung gewesen sei, reagiert Allison ausweichend: “Das wird die Zeit zeigen. Wir haben eine ziemlich klare Vorstellung, was wir mit dem Auto anstellen wollen.”
“Auch wenn wir während der vergangenen Saison nicht den gleichen Sprung wie McLaren geschafft haben, haben wir dennoch während der Saison eine klare Idee davon bekommen, in welchen Bereichen wir uns verbessern müssen. Das macht die kommende Saison für uns so aufregend und die momentane Entwicklungsphase so spannend.”
“Wenn man ein gutes Fahrzeug baut, dann dauert es nicht lange, bis man das komplette Potenzial freigesetzt hat.” Lewis Hamilton wird das mit Sicherheit gerne hören.

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